Samstag, März 04, 2006

Irrealer Trip

Ich wach plötzlich auf, mein Herz pocht tausendmal pro minute. Etwas ist los. Was? Habe ein schlechtes Gefühl im Magen.

Ich versuch mir einzureden, dass nichts los ist. Mache einfach weiter.

Später ein dringender Telefonanruf. Irgendetwas ist los, doch man sagt es mir nicht, doch ich weiss irgendewtas ist ihm passiert.

Versuch es nicht so ernst zu nehmen, versuche an etwas anderes zu denken, vielleicht sogar ein bisschen zu lachen. Doch ich kann diese Gedanken nicht verdrängen.

Fahre mit dem Fahrrad so schnell wie möglich, möchte so schnell wie möglich ankommen. Ein Auto kommt von der Seite stösst mich an und ich fall runter. Hab ein paar Prellungen, doch ich rapple mich wieder auf und fahre weiter.
Fühle den Schmerz nicht mehr, muss an mein Ziel ankommen.

Endlich angekommen, die Tür geht auf, bestürzte Gesichter schauen mich an.

Ich ahne was kommt, wass passiert ist. Ich wusste es vorher schon.

Man sagt mir: er ist weg. Nie mehr werden seine Augen mich anschauen. Nie mehr wird er mir zulächeln. Nie mehr werde ich seine Umarmung spüren.

Ich weine und schreie. Plötzlich werde ich gezwungen ein flüssiges Beruhigungsmittel zu trinken.

Man führt mich ins Zimmer. Dort liegt er. Kalt ist jetzt seine Haut.
Noch ein letzter Kuss.

Kann es nicht glauben. Warte, dass er die Augen aufschlägt und seine Stimme erklingt. Keine Bewegung. Nur leises schluchzen ist zu hören.

Warum verlässt du mich?Warum tust du mir das an?

Tränen überströmen mein Gesicht. Das Beruhigungsmittel “kickt” langsam ein.

Den ganzen Tag kommen Leute auf mich zu, sprechen ihr Beileid aus und bieten ihre Hilfe an.

Alles ist so irreal, so schwer zu glauben.

Freunde kommen, ich möchte alles vergessen, und versuche zu lachen. Doch es ist nicht korrekt mich so zu benehmen, ich bleibe stumm.

Tausende Gefühle und Gedanken. Ich fühle mich bewacht. Alle starren mich an, wollen helfen. Jedoch stören sich nur noch mehr.

Tage, Wochen, Monate vergehen, es sieht s aus als ob alles normal wäre. Doch nie wird es wieder so sein wie früher.

Alles ist ein Alptraum, ein irrealer Trip.

Man gewöhnt sich langsam daran. Dieser Zustand wir “normal”, doch es gibt manche Tagen an denen man nur noch von diesen Traum erwachen will, mit der Hoffnung dort zu erwachen wo alles gut war.

Doch das erwachen kommt nicht.

s.m.g. 2002

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